Renate Blauel: Karriere, Ehe mit Elton John und ihr Leben nach der Scheidung

Anna Schmidt By Anna Schmidt
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Renate Blauel ist eine deutsche Tontechnikerin und Recording Engineer, die vor allem durch ihre Ehe mit Elton John bekannt wurde. Die beiden heirateten am 14. Februar 1984 in Sydney und ließen sich 1988 scheiden. Dabei wird Blauels eigene berufliche Laufbahn häufig übersehen: Sie arbeitete schon vor der Hochzeit hinter den Kulissen der internationalen Musikindustrie und ist bei Produktionen verschiedener bekannter Künstler als technische Mitarbeiterin oder Toningenieurin verzeichnet.

Nach der Scheidung zog sich Blauel weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Jahrzehnte später geriet ihr Name erneut in die Schlagzeilen, als sie 2020 rechtlich gegen Elton John vorging. Der Streit stand im Zusammenhang mit Veröffentlichungen über ihre Ehe und wurde noch im selben Jahr außergerichtlich beigelegt.

Viele Internetseiten gehen darüber hinaus und nennen ein exaktes Geburtsdatum, ein angebliches Vermögen, einen heutigen Wohnort oder einen aktuellen Partner. Bei solchen Angaben ist Vorsicht angebracht: Ein Teil davon lässt sich nicht durch ausreichend belastbare öffentliche Quellen bestätigen.

Wer ist Renate Blauel?

Renate Blauel arbeitete professionell in der Studiotechnik, bevor ihre Beziehung zu Elton John sie einem internationalen Publikum bekannt machte. Damit unterscheidet sich ihre Geschichte von der vieler Menschen, die ausschließlich durch eine prominente Beziehung öffentliche Aufmerksamkeit erhielten.

Gesichert sind vor allem ihre deutsche Herkunft, ihre Tätigkeit im Ton- und Aufnahmebereich sowie die wichtigsten Daten ihrer Ehe mit Elton John.

FaktVerlässlich belegbarer Stand
NameRenate Blauel
HerkunftDeutschland
BerufTontechnikerin, Recording Engineer
Bekannt durchStudiokarriere und frühere Ehe mit Elton John
Kennenlernen mit Elton Johnwährend der Arbeit an Too Low for Zero Anfang der 1980er-Jahre
Hochzeit14. Februar 1984 in Sydney, Australien
Scheidung1988
Gemeinsame Kinder mit Elton Johnkeine öffentlich bekannten
Rechtsstreit2020, später im selben Jahr beigelegt
Heutiges Privatlebenweitgehend nicht öffentlich dokumentiert

Bei Geburtsdatum und Geburtsort ist die Quellenlage weniger eindeutig, als zahlreiche Kurzbiografien suggerieren. Häufig findet sich der 1. März 1953 als Geburtsdatum. Auch zum Geburtsort kursieren unterschiedliche Angaben. Ohne eine klare Primärbestätigung sollte daraus keine scheinbar zweifelsfreie biografische Tatsache gemacht werden.

Renate Blauels Karriere als Tontechnikerin

Wer Renate Blauel ausschließlich als „Ex-Frau von Elton John“ beschreibt, lässt einen wesentlichen Teil ihrer Biografie weg. Sie arbeitete in einer technisch anspruchsvollen Sparte der Musikproduktion und war bei mehreren bekannten Aufnahmen beteiligt.

Musikdatenbanken führen für Blauel unter anderem Tätigkeiten als Engineer, Assistant Engineer und Tape Operator. Zu den Künstlern und Projekten, bei denen ihr Name in Produktions- oder Studiocredits auftaucht, gehören Paul McCartney, The Human League, Pete Townshend, Mike Oldfield, The Blues Band und Chris Rea.

Besonders eindeutig dokumentiert ist ihre Beteiligung an Hysteria von The Human League aus dem Jahr 1984, bei dem sie als Toningenieurin geführt wird. Auch bei Pete Townshends Another Scoop und verschiedenen weiteren Produktionen taucht ihr Name in den technischen Credits auf.

Im Zusammenhang mit Elton John spielte ihre Arbeit ebenfalls eine zentrale Rolle. Blauel war Teil des Studioumfelds von Too Low for Zero, dem 1983 erschienenen Album mit Songs wie „I’m Still Standing“ und „I Guess That’s Why They Call It the Blues“. Bei dem folgenden Album Breaking Hearts war sie als Recording Engineer beteiligt.

Das erklärt auch, warum die beiden sich nicht auf einer Prominentenveranstaltung kennenlernten: Ihre Verbindung entstand aus der gemeinsamen Arbeit im Musikstudio.

Ein wichtiger Hinweis zu neueren Datenbankeinträgen: Wenn Blauels Name bei Wiederveröffentlichungen oder Compilations aus den Jahren 2025 oder 2026 erscheint, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu diesem Zeitpunkt wieder aktiv im Studio gearbeitet hat. Ältere Produktionscredits werden bei Neuauflagen häufig übernommen.

Wie Renate Blauel und Elton John zusammenkamen

Renate Blauel lernte Elton John Anfang der 1980er-Jahre im beruflichen Umfeld kennen. Als besonders gut belegt gilt ihre Zusammenarbeit während der Entstehung von Too Low for Zero im Jahr 1983.

Aus der beruflichen Verbindung entwickelte sich eine persönliche Beziehung. Als Elton John anschließend in Australien unterwegs war, verlobte sich das Paar. Die Hochzeit folgte ungewöhnlich schnell.

Am Valentinstag, dem 14. Februar 1984, heirateten Renate Blauel und Elton John in der St Mark’s Anglican Church im Stadtteil Darling Point in Sydney. Die Zeremonie sorgte international für Aufmerksamkeit.

Das lag auch daran, dass Elton John bereits 1976 öffentlich über seine Bisexualität gesprochen hatte. Entsprechend intensiv wurde seine Entscheidung, eine Frau zu heiraten, von der damaligen Presse kommentiert.

Für eine sachliche Betrachtung ist jedoch entscheidend, spätere Erkenntnisse über Elton Johns Sexualität nicht automatisch auf Blauels damalige Gedanken oder Beweggründe zu übertragen. Was sie selbst zu Beginn der Ehe wusste, erwartete oder empfand, ist nur begrenzt öffentlich dokumentiert.

Ehe, Scheidung und die Frage nach einer „Scheinehe“

Renate Blauel und Elton John blieben rund vier Jahre verheiratet. 1988 endete die Ehe durch Scheidung.

Elton John sprach später öffentlich darüber, dass er damals Schwierigkeiten hatte, seine eigene Sexualität und sein Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Nach der Scheidung bezeichnete er sich öffentlich als schwul. In späteren Rückblicken äußerte er außerdem Bedauern darüber, Blauel verletzt zu haben.

Daraus entstand häufig die verkürzte Behauptung, die Ehe sei von Anfang an lediglich eine „Scheinehe“ gewesen. Dafür gibt es jedoch keine ausreichende Grundlage.

Eine Ehe kann im Rückblick als Fehlentscheidung erscheinen, ohne deshalb von Beginn an inszeniert oder unecht gewesen zu sein. Blauel selbst wehrte sich Jahrzehnte später gegen Darstellungen, die ihrer Ansicht nach ein falsches oder respektloses Bild der Beziehung vermittelten.

Deshalb ist eine klare Unterscheidung sinnvoll: Gut dokumentiert ist, dass Elton John seine sexuelle Orientierung später anders einordnete und die Ehe bereute. Nicht belegt ist dagegen die pauschale Behauptung, beide hätten 1984 wissentlich eine reine Fassade geschaffen.

Auch ein Gericht hat die Ehe nicht als „Scheinehe“ eingestuft.

Was über Renate Blauels Leben nach der Scheidung bekannt ist

Nach 1988 entschied sich Renate Blauel offenbar bewusst gegen ein dauerhaftes Leben in der Öffentlichkeit. Anders als viele ehemalige Partner prominenter Persönlichkeiten machte sie aus ihrer Verbindung zu Elton John keine Medienkarriere.

Über Jahrzehnte gab es nur sehr wenige öffentliche Äußerungen von ihr. Gerade deshalb ist bei Behauptungen über ihr heutiges Leben besondere Zurückhaltung angebracht.

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Stand August 2026 gibt es keine verlässliche öffentliche Bestätigung für einen aktuellen Wohnort, einen heutigen Ehepartner, einen neuen öffentlichen Beruf oder regelmäßige öffentliche Auftritte von Renate Blauel.

Online finden sich zwar konkrete Behauptungen darüber, wo sie heute leben soll oder ob sie erneut geheiratet habe. Solche Angaben werden jedoch vielfach von einer Website zur nächsten übernommen, ohne dass eine nachvollziehbare aktuelle Bestätigung vorhanden ist.

Ähnliches gilt für ihr angebliches Vermögen. Verschiedene Promi-Portale veröffentlichen konkrete Millionenbeträge, doch eine seriös belegte Vermögensangabe von Blauel existiert nicht. Auch die finanziellen Details ihrer Scheidung sollten deshalb nicht mit unbestätigten Zahlen als Tatsache dargestellt werden.

Sicherer lässt sich sagen: Blauel hat ihre Privatsphäre nach der Ehe konsequent geschützt und ist bis heute keine Person, die regelmäßig selbst an die Öffentlichkeit tritt.

Der Rechtsstreit zwischen Renate Blauel und Elton John im Jahr 2020

2020 wurde Renate Blauel nach jahrzehntelanger Zurückhaltung erneut zum Gegenstand internationaler Berichterstattung.

Sie leitete in Großbritannien rechtliche Schritte gegen Elton John ein. Hintergrund waren Aussagen und Darstellungen über die gemeinsame Ehe, insbesondere im Umfeld seiner Autobiografie Me und des 2019 erschienenen Films Rocketman.

Blauels Anwälte vertraten die Auffassung, bestimmte Veröffentlichungen verstießen gegen Vereinbarungen, die nach der Scheidung zum Schutz privater Informationen getroffen worden seien. Elton Johns Seite bestritt den behaupteten Vertragsbruch und argumentierte unter anderem, dass verschiedene Informationen bereits öffentlich bekannt gewesen seien.

Das ist ein wichtiger Punkt: Die von Blauel erhobenen Vorwürfe waren zunächst Behauptungen einer Prozesspartei, keine gerichtlich festgestellten Tatsachen.

Zu einem abschließenden Urteil kam es nicht.

Im Oktober 2020 einigten sich beide Seiten. Die Beilegung des Verfahrens berücksichtigte ausdrücklich Blauels Wunsch nach Privatsphäre. Zugleich wurde vereinbart, dass beide Seiten künftig nicht weiter öffentlich über einander beziehungsweise über ihre frühere Ehe sprechen würden.

Die Einigung bedeutet deshalb nicht, dass ein Gericht Elton John einen Vertragsbruch nachgewiesen hätte. Ebenso wenig bedeutet sie, dass Blauels Vorwürfe gerichtlich zurückgewiesen wurden. Der Fall wurde durch eine Vereinbarung beendet.

Diese Unterscheidung fehlt in vielen verkürzten Online-Biografien.

Renate Blauel in „Rocketman“

Das Biopic Rocketman von 2019 erzählt Elton Johns Leben nicht als klassische Dokumentation, sondern als stark stilisiertes musikalisches Drama. Renate Blauel wird darin von der niederländischen Schauspielerin und Musicaldarstellerin Celinde Schoenmaker dargestellt.

Ihre Ehe mit Elton John nimmt im Film nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Handlung ein. Die Beziehung wird stark verdichtet und innerhalb kurzer Zeit von Kennenlernen und Hochzeit bis zum Scheitern der Ehe erzählt.

Gerade diese filmische Verdichtung sollte nicht mit einer vollständigen historischen Darstellung verwechselt werden. Ein Spielfilm kann reale Ereignisse zusammenfassen, zeitlich verschieben oder dramaturgisch vereinfachen.

Blauels spätere rechtliche Auseinandersetzung zeigte außerdem, dass sie mit Teilen der öffentlichen Darstellung ihrer Ehe nicht einverstanden war.

Für Leserinnen und Leser, die durch Rocketman erstmals auf ihren Namen stoßen, ist deshalb die wichtigste Einordnung: Die reale Renate Blauel war nicht einfach eine Nebenfigur in Elton Johns Lebensgeschichte. Sie hatte eine eigene berufliche Laufbahn in der Musikproduktion und zog sich später bewusst weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück.

Warum über Renate Blauel so viele ungesicherte Angaben kursieren

Gerade weil Blauel selbst kaum Interviews gibt und kein öffentlich gepflegtes Prominentenprofil besitzt, sind Informationslücken entstanden. Diese werden von Biografie- und Celebrity-Websites häufig mit Angaben gefüllt, die sich gegenseitig zitieren oder ungeprüft übernehmen.

Besonders problematisch sind Angaben zu:

  • einem angeblich exakten Vermögen,
  • ihrem aktuellen Wohnort,
  • einem heutigen Ehemann oder Partner,
  • Größe und Gewicht,
  • persönlichen Familienverhältnissen,
  • einem angeblich exakt dokumentierten Leben nach 1988.

Solche Details wirken in „Quick Facts“-Tabellen präzise, sind dadurch aber noch nicht zuverlässig.

Dass zu einem Menschen wenig öffentlich bekannt ist, ist keine Lücke, die mit Spekulationen geschlossen werden muss. Im Fall von Renate Blauel gehört ihre konsequent geschützte Privatsphäre vielmehr selbst zur belegbaren Geschichte.

Frequently Asked Questions

1. Wer ist Renate Blauel?
Renate Blauel ist eine deutsche Tontechnikerin und Recording Engineer. Einem breiten Publikum wurde sie durch ihre Ehe mit Elton John von 1984 bis 1988 bekannt.

2. Wann und wo wurde Renate Blauel geboren?
Im Internet wird häufig der 1. März 1953 genannt. Beim genauen Geburtsort finden sich widersprüchliche Angaben. Da eine eindeutige hochwertige Primärbestätigung schwer verfügbar ist, sollten Datum und Ort nicht als vollständig zweifelsfrei dargestellt werden.

3. Wie lernte Renate Blauel Elton John kennen?
Sie lernten sich bei der Arbeit im Musikstudio kennen. Blauel war im technischen Bereich an Aufnahmen aus Elton Johns Umfeld beteiligt, darunter an der Entstehung von Too Low for Zero.

4. Wann heirateten Renate Blauel und Elton John?
Die Hochzeit fand am 14. Februar 1984 in der St Mark’s Anglican Church in Darling Point, Sydney, statt. 1988 wurde die Ehe geschieden.

5. Haben Renate Blauel und Elton John Kinder?
Aus ihrer Ehe gingen keine öffentlich bekannten gemeinsamen Kinder hervor.

6. Ist Renate Blauel heute wieder verheiratet und wo lebt sie?
Dazu gibt es Stand August 2026 keine ausreichend belastbare aktuelle öffentliche Bestätigung. Konkrete Angaben zu ihrem heutigen Wohnort oder Beziehungsstatus sollten daher nicht als gesicherte Fakten übernommen werden.

7. Warum verklagte Renate Blauel Elton John?
Blauel leitete 2020 ein Verfahren ein, weil sie geltend machte, Veröffentlichungen über ihre Ehe hätten frühere Vereinbarungen zum Schutz ihrer Privatsphäre verletzt. Elton Johns Seite bestritt einen entsprechenden Vertragsbruch. Im Oktober 2020 wurde der Streit ohne abschließendes Gerichtsurteil beigelegt.

Conclusion

Renate Blauel ist wesentlich mehr als eine Randfigur in der Biografie von Elton John. Sie arbeitete professionell in der Musikproduktion, lernte den Sänger über diese Tätigkeit kennen, heiratete ihn 1984 und zog sich nach der Scheidung 1988 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Der Rechtsstreit von 2020 macht zugleich deutlich, wie wichtig ihr die Kontrolle über ihre Privatsphäre geblieben ist. Deshalb sollten gerade bei Fragen nach Alter, aktuellem Wohnort, Partner oder Vermögen nur Angaben übernommen werden, die tatsächlich nachvollziehbar bestätigt sind.

Wer aktuelle Informationen über Renate Blauel sucht, sollte besonders bei Promi-Biografien mit spektakulären Vermögens- oder Privatleben-Angaben vorsichtig sein und zwischen belegten Fakten, Prozessbehauptungen und bloßen Internetgerüchten unterscheiden.

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Anna Schmidt ist eine deutsche Journalistin und Autorin bei neueszeitung.de, wo sie über aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Kultur schreibt. Mit einem scharfen Blick für Details und einer klaren, zugänglichen Schreibweise bringt sie komplexe Sachverhalte auf den Punkt und macht sie für ein breites Publikum verständlich. Ihre Leidenschaft für fundierte Recherche und unabhängigen Journalismus spiegelt sich in jedem ihrer Artikel wider, und sie setzt sich dafür ein, ihren Lesern stets verlässliche und gut recherchierte Informationen zu liefern.
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